Werteerziehung

Für das gemeinsame Lernen und Arbeiten brauchen wir an unserer Schule Absprachen über gemeinsame Regeln des Umgangs. Dabei ist die Schule Lern- und Übungsfeld für das Miteinander in der Gesellschaft.

Aus diesen Überlegungen entstand das folgende „Konzept zur Werteerziehung“, an dem Kinder, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Eltern mitgewirkt haben.

Textfeld: Grundschule Erndtebrück

-Offene Ganztagsschule-

Werte…

… sind für uns ein Rahmen,

       … in dessen Spielraum wir uns bewegen

       … der uns Sicherheit gibt

       … der uns hilft, uns zu entfalten.

An der Grundschule Erndtebrück sind uns acht Werte besonders wichtig:

·      Freundlichkeit im Umgang miteinander

·      Mitgefühl gegenüber anderen Menschen

·      Respekt vor anderen

·      Toleranz gegenüber anderen Meinungen

·      Recht auf ein gewaltfreies Miteinander

·      Verantwortung für sein Handeln übernehmen

·      Respekt vor dem Eigentum anderer

·      Ordnung

Schulordnung…

Die Werte schlagen sich nieder in den fünf Regeln unserer Schulordnung, die Kinder und Lehrkräfte gemeinsam entwickelt haben:

1. Ich begegne allen Personen freundlich, hilfsbereit, höflich und mit Respekt.

2. Ich verletze niemanden mit Worten Gesten oder Taten.

3. Ich verhalte mich in unserer Schule und auf dem Schulweg so, dass ich mich und

    andere nicht gefährde.

4. Ich achte auf mein Eigentum und das der anderen Kinder, der Lehrer/innen und das

    der Schule.

5. Ich übernehme Verantwortung für Ordnung und Sauberkeit in der Schule.

Diese Regeln hängen in allen Räumen der Schule aus und bilden die Grundlage für evtl. konkretisierende Klassen- oder Gruppenregeln. In Klasse 1 werden die Regeln durch Bilder visualisiert.

In den Klassen und OGS-Gruppen vergegenwärtigen wir diese Regeln und die ihnen zugrunde liegende Werte im Rahmen von Klassenratssitzungen.

Dazu wählen wir zu Wochenbeginn gemeinsam mit den Kindern eine Regel oder einen Teil daraus als „Ziel der Woche“. Wir erklären die Bedeutung der Regel und nehmen uns vor, in der Woche besonders auf diese Regel zu achten. Am Ende der Woche reflektieren wir im Rahmen von Klassenratssitzungen die Regel und finden heraus, was gut gelungen ist und was nicht. Wir bestärken das Gelungene und versuchen Hilfen zu geben, Nichtgelungenes zu verbessern. Dabei machen wir auch immer wieder die Konsequenzen bewusst, wenn Regeln dauerhaft missachtet werden (s.u.).

Konsequenzen…

Wenn Kinder erhebliche Schwierigkeiten haben, die Regeln zu beachten, versuchen wir ihnen durch folgende abgestufte Maßnahmen zu helfen:

1. Thematisieren im Klassenrat, dabei z.B.

- sich in andere hineinversetzen können, das falsche Verhalten benennen können

- eine Wiedergutmachung vorschlagen

- Hilfestellung geben: „Was könnte dir helfen, unsere Regel zu beachten?“

- einen Ortswechsel ankündigen (Überweisung in parallele Lerngruppe)

- eine Wiedergutmachung durchführen

2. Einzelgespräch zwischen Lehrkraft/OGS-Kraft und Kind

 Ziel: Das Kind soll Fehlverhalten benennen und sich in andere hineinversetzen können,    

ggf. erzieherische Einwirkung (z.B. Wiedergutmachung; Aufgaben, die das Fehlverhalten verdeutlichen (z.B. Aufräumarbeiten) u.a.).

3. Gespräch zwischen Kind und Schulleitung  bei wiederholtem Auftreten der Regelmissachtung oder bei schwerem Regelverstoß.

Ziel: Das Kind soll Fehlverhalten benennen und sich in andere hineinversetzen können,  ggf. erzieherische Einwirkung (s.o.).

Von diesem Gespräch wird ein Kurzprotokoll („gelbe Karte) angelegt, welches das Kind von den Erziehungsberechtigten gegenzeichnen lässt.

4. Gespräch zwischen Lehrkraft, Schulleitung und Eltern bei erneutem Auftreten der Regelmissachtung oder bei  schwerem Regelverstoß.

Ziel: Das Kind soll Fehlverhalten benennen und sich in andere hineinversetzen können, ggf. Ankündigung einer Ordnungsmaßnahme (z.B. Überweisung in die Parallelklasse; vorübergehender Ausschluss vom Unterricht).

5. Bei erneutem Auftreten Beschluss über eine Ordnungsmaßnahme (s.o.) durch die Teilkonferenz von Lehrkräften/OGS-Kräften und Schulleitung.

In der fast einjährigen Erprobungsphase des Konzeptes hat sich gezeigt, dass mit den ersten beiden Maßnahmen den Kindern fast immer geholfen werden kann.

Die übrigen Maßnahmen müssen nur (sehr) selten bis (fast) nie zum Einsatz kommen.